AKTUELLE PRESSE-INFORMATIONEN:

Starker Anstieg psychischer Erkrankungen bei Arbeitnehmern (22.07.2011)

Laut Gesundheitsreport 2011 der Deutschen Angestellten Krankenkasse liegt in Düsseldorf der Krankenstand bei 2,8 Prozent. Stark angestiegen ist die Zahl der psychischen Krankheiten bei Arbeitnehmern. Deutlich mehr Menschen fallen wegen einer psychischen Krankheit am Arbeitsplatz aus, 33 Prozent mehr als noch vor einem Jahr. Und junge Arbeitnehmer werden zwar kürzer aber deutlich häufiger krankgeschrieben als die Älteren.

Als sicher gilt: Stress macht krank. Dazu kommen Leistungsdruck, Konflikte mit Vorgesetzten und die Angst, den Job zu verlieren. Auch Jugend schützt da nicht vor Krankheit. Erwerbstätige zwischen 18 und 29 Jahren gehen zwar in erster Linie wegen akuter Beschwerden zum Arzt, Erkältung, Kopfschmerzen, Magen-Darm-Infekte. Auffallend ist aber, dass die psychischen Störungen auch in dieser Altersgruppe zunehmen. Häufigste Diagnose: Körperliche Probleme wie Herzschmerzen, für die keine organischen Ursachen gefunden werden.

(Quelle: Gesundheitsreport DAK 2011)

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84% der Patienten geht es nach einer Psychotherapie wesentlich besser (12.07.2011)

Psychotherapie ist hochwirksam und jeden Cent wert. 84 Prozent der Patienten geht es nach der Psychotherapie wesentlich besser, und selbst ein Jahr nach der Therapie nehmen die seelischen Belastungen weiter ab. Jeder in eine Psychotherapie investierte Euro führt innerhalb eines Jahres zu einer Einsparung zwischen zwei und vier euro an gesamtgesellschaftlichen Kosten. Oder: Eine Psychotherapie kostet im Durchschnitt 3.200 Euro, spart aber aufgrund der wiederhergestellten Arbeitsproduktivität circa 10.425 Euro ein.

(Quelle: Deutsches Ärzteblatt, PP, Heft 7, Juli 2011)

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Zunahme psychischer Erkrankungen erreichen historischen Höchststand (10.03.2011)

Die Arbeitswelt verändert sich - und das fordert immer häufiger einen hohen Tribut. Psychische Erkrankungen nehmen zu, das belegen Statistiken der Krankenkassen.Erst kürzlich meldete die Techniker Krankenkasse eine erneute Zunahme von Krankschreibungen aufgrund psychischer Störungen. Innerhalb eines Jahres stiegen die Fehlzeiten um rund 14 Prozent an. Arbeitsunfähigkeit wegen psychischer Störungen dauert überdurchschnittlich lange und verursacht hohe Kosten....

...Die Suche nach einem geeigneten Therapieplatz kann für die Betroffenen jedoch häufig zu einer Odyssee werden. Meist sind viele Anrufe notwendig, bis ein freier Therapieplatz gefunden ist. Das könne zu einer zusätzlichen Belastung der psychisch kranken Menschen führen, so Experten. "In der Realität entspricht die Versorgung noch längst nicht dem Stand, der notwendig wäre", sagt der Vorsitzende der Deutschen Psychotherapeutenvereinigung (DPtV), Dieter Best, der "Ärzte Zeitung".

Das belegt auch eine Studie des Lehrstuhls für Medizinmanagement der Universität Duisburg in Zusammenarbeit mit der DPtV. Demnach warten psychisch kranke Menschen durchschnittlich länger als zwei Monate auf ein Erstgespräch bei einem Psychotherapeuten...

...Zudem suchten Menschen aus sozial schwächeren Schichten seltener einen Psychotherapeuten auf. Die meisten der Patienten haben einen Realschulabschluss (32,1 Prozent). 24,5 Prozent verfügten über Abitur oder Fachhochschulreife und 19,1 Prozent haben ein Studium abgeschlossen.
Dagegen haben 19,8 Prozent der Patienten einen Hauptschul- oder gar keinen Schulabschluss (3,4 Prozent). Kinder- und Jugendlichenpsychiater warnen jedoch, dass ein "nicht unerheblicher Teil" der Schulabbrecher unter psychischen Störungen leide.

(Quelle: Deutscher Psychotherapeuten Verband)